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Das Sanierungsgebiet Schlabendorfer Felder"Das Sanierungsgebiet Schlabendorfer Felder", so ist im Sanierungsplan von 1994 zu lesen, "umfasst die Braunkohlenlagerstätten Schlabendorf-Nord, Schlabendorf-Süd und Schlabendorf-Mitte. Es liegt im südöstlichen Teil des Luckau-Calauer Beckens. Das Gelände fällt vom Lausitzer Grenzwall im Süden (Mühlenberg bei Bergen +120 m NN) nach Norden flachwellig bis eben auf Werte unter +60 m NN ein. Das Gebiet wurde von den Niederungen verschiedener Wasserläufe durchzogen. Im 19. Jahrhundert wurden in Senken künstliche Teiche angelegt. Die Vorräte der Braunkohlelagerstätten Schlabendorf-Nord und -Süd wurden im Zeitraum 1959-1991 genutzt. Die Vorbereitung des Abbaus im Feld Schlabendorf-Mitte wurde im Jahr 1990 eingestellt." (Braunkohleausschuss Land Brandenburg 1994: Sanierungsplan Schlabendorfer Felder, S.15, nachfolgend kurz: Sanierungsplan) Vor dem Aufschluss der Kohlelagerstätten bestimmten Äcker, Grünland und Nadelwald die Landschaft um Schlabendorf; im Süden überwogen Waldflächen, während im Norden und Westen die landwirtschaftliche Nutzung dominierte. Insgesamt beanspruchte der Tagebaubetrieb in den Schlabendorfer Feldern 5.759 ha Land. Die Erkundung der Kohlelagerstätten im Luckau-Calauer Becken begann um 1930. Das Kohleflöz ist hier durch einen geologischen Bruch gekennzeichnet, der in etwa dort verläuft, wo die Reichsautobahn Berlin Dresden, die heutige Bundesautobahn A 13 entlang gebaut wurde. Mit dem Aufschluss der westlich des Bruches gelegenen Schlabendorfer Felder wurde nach dem 2. Weltkrieg begonnen. |
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Schlabendorf-Nord Da es beim Aufschluss keine vorhandenen Restlöcher gab, wurde mit dem ersten Abraum eine Hochkippe bei Groß Beuchow angelegt. Für den weiteren Abbau nach dem Aufschluss wurde dann insbesondere für den nördlichen Teil des Feldes Schlabendorf-Nord ebenfalls nach dem Prinzip des so genannten Rückwärtskippens verfahren. Das heißt, dass das, was vorn vom rekultivierungsfähigen Deckgebirge von den Vorschnittbaggern weggenommen wurde, hinten wieder aufgeschüttet, verkippt wurde. Die so vorbereiteten und nach der Stilllegung sanierten Flächen von ca. 440 ha gehören zu den wertvollsten Rekultivierungsflächen in der Lausitz. Die Ertragsfähigkeit ist im Vergleich zu den ehemals in diesem Gebiet vorhandenen Flächen höher (Sanierungsplan, S. 46). Ihnen wurde eine Ackerzahl von 37 zugeordnet. Der Erhalt dieser Flächen hat in der Sanierungsplanung Priorität. Das ist insofern bemerkenswert, als insgesamt über 1000 ha mit dem Ziel landwirtschaftlicher Nutzung in Schlabendorf-Nord rekultiviert wurden. Nicht auf allen Flächen konnte jedoch ein ähnlich gutes Ergebnis erreicht werden. Teilweise kamen die rekultivierten Flächen in den südlichen Bereichen des Feldes auch auf einem Höhenniveau zu liegen, welches bei ansteigendem Grundwasser wieder vernässen wird. Im Sanierungsplan heißt es hierzu: Im Bereich des Tagebaues Schlabendorf-Nord ist die Rekultivierung der Kippenflächen zum großen Teil bereits abgeschlossen. Im zentralen Teil der Innenkippe wurden Flächen zur Nutzung übergeben, die zukünftig unterhalb des sich einstellenden Grundwasserstandes liegen werden (Sanierungsplan, S.18). Dies ist heute in der Tornower Niederung der Fall. |
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Schlabendorf-Süd Eine erste Besonderheit in der Betriebsführung des Tagebaues Schlabendorf-Süd stellen die Bemühungen dar, einen Teil des Landschaftsparks um das Schloss Fürstlich-Drehna trotz der erheblichen Grundwasserabsenkungen zu erhalten. Zu diesem Zweck wurden die nicht überbaggerten Bereiche des Parks auch während des Tagebaubetriebes bewässert. Eine zweite Besonderheit sind die Aschekippen im Bereich von Schlabendorf-Süd. Hier wurde Asche aus den Braunkohlekraftwerken Lübbenau und Vetschau, für deren Versorgung mit Kohle die Tagebaue um Schlabendorf aufgeschlossen wurden, verkippt. Diese Aschekippen wurden mit Aufschlussmaterial aus dem Tagebau Seese-Ost abgedeckt. Dennoch ist Staubentwicklung in diesen Bereichen ein Problem der Sanierung. Zudem umfasst Schlabendorf-Süd weniger hochwertige Sanierungsflächen wie dessen nördlichen Pendant, weil hier aus Geldmangel kein Vorschnitt stattfand, dies wegen der überwiegenden Waldflächen, die als weniger wertvolle Standorte eingeschätzt wurden, auch nicht für so vordringlich gehalten wurde. |
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Schlabendorf-Mitte Wäre die DDR nicht zusammengebrochen, wären in der Folge Tagebaue von Luckau Richtung Finsterwalde und anschließend in Richtung Lübben aufgeschlossen worden. Luckau wäre zu einer Halbinsel geworden. Das ursprüngliche Konzept, die Erdmassen des jeweils neuen Tagebaues zur Verfüllung der jeweils ausgekohlten Tagebaue zu verwenden, war teilweise schon zu DDR-Zeiten nicht durchzuhalten gewesen, spätestens mit der Wende und der Aufgabe der meisten Aufschlusspläne war es vollends obsolet geworden. Kartenmaterial: LMBVKontakt: www.lmbv.de |
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